Wenn Sie diesen Spruch in Deutschland hören, denken Sie vielleicht an das Schlimmste. Ein Fluch. Ein Schimpfwort. Aber in Wirklichkeit kann dieser Ausdruck - besonders in Österreich oder Süddeutschland - auch ein Zeichen von reinem, ehrlichem Erstaunen sein – oft sogar im positiven Sinne!
"Leck Oasch, is des guat!"
Wir kennen das Gefühl: Ein Bissen Kaiserschmarrn, der so perfekt ist, dass es Ihnen die Sprache verschlägt. Ein Tor, das so unglaublich geschossen wurde, dass Sie nur noch staunen können. In diesen Momenten braucht es mehr als ein einfaches "Wow". Es braucht einen Ausdruck, der das Ausmaß Ihrer Begeisterung wirklich wiedergibt.
Dieser Spruch ist nicht nur eine Laune der modernen Zeit. Seine Vielseitigkeit hat eine lange Tradition. Wenn Sie ihn als Ausdruck des Erstaunens hören, denken Sie an den englischen Ausruf "Holy shit!" – er transportiert genau die gleiche Mischung aus Schock und Begeisterung.
Und auch historisch hat er seinen festen Platz: Sogar der weltbekannte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart nutzte eine ähnliche Wendung in seinem Kanon "Leck mich im Arsch" (siehe: Leck mich im Arsch (Kanon, Noten).
Ein aktuelles Beispiel, das seine kulturelle Bedeutung unterstreicht, ist das Soloprogramm der gebürtigen Österreicherin Eva Brunner, das den Titel "Leck Oasch" trägt (siehe: Soloprogramm Eva Brunner).
Wir feiern diese Besonderheit. Weil die Sprache das widerspiegelt, was uns ausmacht: direkt, humorvoll und mit einer gewissen Portion Ecken und Kanten.
"Leck Oasch, is des geil!"